Facebook macht Videokonferenz-Anbieter Zoom Konkurrenz

Der US-amerikanische Videokonferenz-Anbieter Zoom gilt als einer der größten Corona-Profiteure. Der Aktienkurs stieg seit Beginn der Corona-Krise um ein Vielfaches. Doch in den USA mehrt sich aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken auch die Kritik gegenüber Zoom. In dieser Zeit prescht der Konzern Facebook voran und bringt ein eigenes Angebot auf den Markt. Die Zoom-Aktie verlor mit Bekanntgabe der Nachricht zeitweise knapp 10% an der Börse.

Zoom und das Video-Angebot

Das Unternehmen Zoom Video Communications bietet den Nutzern die Möglichkeit, einfach und schnell Videokonferenzen durchzuführen. Dafür muss der Organisator eines Meetings nur einen Link verschicken, über welchen die Teilnehmer unkompliziert dem Meeting beitreten können. Innerhalb der Corona-Krise stieg die Zahl der Nutzer stark. Während vor der Corona-Krise durchschnittlich ca. 10 Millionen Menschen täglich Zoom nutzten, sind es mittlerweile 300 Millionen Personen. Trotz aller positiven Nachrichten steht der Anbieter auch unter Kritik. Beim „Zoombombing“ stören fremde Personen andere Videokonferenzen, datenschutzrechtliche Bedenken kommen noch einmal dazu. Denn Zoom bietet bei seinem Programm keine Komplett-Verschlüsselung an. Dafür können bis zu 1000 Personen an einer Videoübertragung über Zoom teilnehmen.

Facebook und Messenger Rooms

Kontaktbeschränkungen wirken sich auch auf die Wirtschaft aus. Die Zahl der Nutzer für Kommunikationstools und digitale Lösungen steigt, dies zeigt sich an den täglichen Nutzerzahlen von Zoom. Nun will auch der breit aufgestellte Facebook-Konzern an dieser Entwicklung partizipieren und bringt passend in der Krise ein eigenes Angebot auf den Markt. Die Facebook Funktion „Messenger Rooms“ bietet zunächst Videokonferenzen für bis zu 20 Teilnehmer an – im Laufe der Zeit soll diese Funktion auf bis zu 50 Teilnehmer erweitert werden. Dabei setzt Facebook auf das gleiche Prinzip wie Zoom Video Communications. Darüber hinaus möchte Facebook alte Zoom-Fehler direkt korrigieren. Die Verbindung zum Facebook-Server ist bereits verschlüsselt, die Entwickler arbeiten bereits jetzt an einer End-to-End-Verschlüsselung, die jedoch auch der Konkurrent Zoom nicht bieten kann. Zudem setzt Facebook auf vollen Angriff – denn auch der eigene Messenger-Dienst WhatsApp kann fortan Videochats für acht Personen anbieten.
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